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Asthma und Sport
Medikamentöse
Therapie
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Medikamentöse
Therapie
Die Therapie des Anstrengungsasthmas besteht
aus körperlichem Training und einer
medikamentösen Prophylaxe zusätzlich
- sofern nötig - zur antientzündlichen
Dauertherapie.
Ferner
bestehen viele Möglichkeiten für
eine nicht-medikamentöse Prophylaxe
durch eine Reduktion der Stimuli:
Vermeidung von Belastungssituationen in
kalter Luft (unter -5 °C sollte kein
Training im Freien stattfinden).
Möglichst geringe Exposition gegenüber
Allergenen wie Tierhaaren, Pollen, Pilzen
oder Hausstaubmilben.
Keine körperliche Belastung bei viralen
oder bakteriellen Infekten der Atemwege,
da diese die bronchiale Hyperreaktivität
verstärken.
Training mit geeignetem Intervallaufwärmtraining
beginnen (100 Sekunden zügig gehen
- 20 Sekunden schnell laufen) und langsam
ausklingen lassen. Die Sportart selbst sollte
im Belastungsumfang der individuellen Leistungsfähigkeit
angepasst sein.
Spezielle Schulung für Asthmatiker,
zum Beispiel durch Lungensportgruppen, helfen
mit der Krankheit selbst, mit Notfällen
und mit dem Belastungsasthma beim Sport
umzugehen.
Medikamentöse
Therapie
Ein Belastungsasthma auf dem Boden eines
bekannten Asthma bronchiale muss zunächst
entsprechend der nationalen und internationalen
Therapieempfehlungen adäquat in einer
Langzeittherapie eingestellt werden.
Ist die Krankheit gut kontrolliert, lässt
sich das Belastungsasthma durch die prophylaktische
Gabe bronchodilatativer Medikamente kurz
vor der Anstrengung verhindern. Kurzwirksame
inhalative Beta-2-Sympathomimetika sind
hier das Mittel der Wahl. Die Inhalation
sollte 15 Minuten, maximal eine Stunde vor
dem Training erfolgen. Die Dilatationsdauer
beträgt etwa 4 Stunden.
Ebenfalls
gut geeignet sind Kombinationspräparate
(Aarane®N) mit einem kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetikum
wie Reproterolhydrochlorid und einer antiinflammatorischen
Komponente wie der Cromoglicinsäure
(Dinatriumchromoglykat oder DNCG). Die Komponenten
verstärken sich in ihrer Wirkung gegenseitig
und bekämpfen gleichzeitig die chronische
Entzündung der Atemwege und die akute
krampfartige Verengung. Die häufige
Anwendung von Beta-2-Sympathomimetika (kurz-
wie langwirksamen) führt zudem zu einer
Tachyphylaxie, weswegen sie bei längerer
Anwendung immer mit antiinflammatorischen
Substanzen wie DNCG, inhalativen Steroiden
oder Leukotrienrezeptorantagonisten kombiniert
werden sollten.
Entsprechend
dem Stufenschema der Deutschen Atemwegsliga
zeigt die Wirkstoffkombination bei leichtem
bis persistierendem mittelschwerem Asthma
gute Ergebnisse.
Medikamente, die die Atemwegsobstruktion
fördern, wie etwa Beta-Blocker, sind
bei Asthmatikern zu meiden.
Andere
Therapieoptionen
Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika eignen
sich zur Dauertherapie des Asthma bronchiale.
Salmeterol wirkt nach etwa einer Stunde
mit einer Wirkdauer von zirka 12 Stunden.
Formotorol wirkt innerhalb von 15 Minuten
für ebenfalls etwa 12 Stunden. Formotorol
ist bedingt alternativ daher auch zur Prophylaxe
des Belastungsasthmas geeignet. Inhalative
Kortikosteroide, eine DNCG-Monotherapie,
Antileukotriene oder Sameterol sind dagegen
ausschließlich für die Langzeittherapie
des Asthma bronchiale ab dem Schweregrad
Stufe II geeignet.
Theophyllin besitzt von allen Bronchodilatatoren
die schwächste Wirkung, die zudem dosisabhängig
ist. Es wird in der Dauertherapie des Asthma
bronchiale ab Stufe II in Kombination mit
Beta-2-Sympathomimetika und Steroiden empfohlen,
in der nicht retardierten Form auch zur
Notfalltherapie. In der Therapie des Belastungsasthmas
hat Theophyllin keinen Stellenwert.
Zusammenfassung
Standardtherapie
des Belastungsasthmas
Kurzwirksame
Beta-2-Sympathomimetika wie Reproterol,
Terbutalin, Salbutamol oder Fenoterol, bedingt
durch die Kurzwirkzeit auch Formoterol.
Bewährt hat sich die Fixkombination
(Aarane®N) von Reproterol mit Dinatriumchromoglykat
(DNCG).
Weitere Optionen
Leukotrienrezeptorantagonisten
Theophyllin (Notfall)
Evtl. Anticholinergika
Evtl. orale Beta-2-Sympathomimetika
Nicht pharmakologische Therapieoptionen
Adaptation
des Trainings
Meidung spezifischer und unspezifischer
inhalativer Reize
Generelle Empfehlung
Therapie
entsprechend dem Stufenschema (schweregradangepasste
Bedarfs- bzw. Dauertherapie)
Asthmaschulung mit Adaptation der Trainingsmaßnahmen
Medizin
und Sport
Asthma
und Sport
Diabetes
und Sport
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im Alter

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