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Asthma
und Sport Möglichkeiten
und
medizinische Grenzen
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Ein kostenloser, werbender Service für
Ärzte von sanofi-aventis
Asthma
und Sport Möglichkeiten und
Grenzen
Mit Blick auf das Belastungsasthma scheinen
die beiden Begriffe Asthma und Sport im
Widerspruch zu stehen. Doch wenn man bei
Asthmatikern ausschließlich auf Schonung
setzt, führt dies dazu, dass sie im
Alltag immer weniger belastbar sind. Dem
läßt sich mit einem individuell
angepassten Training vorbeugen.
1984 gewinnt Nancy Hogshead bei den Olympischen
Spielen von Los Angeles dreimal Gold und
einmal Silber beim Schwimmen trotz
Asthma . Sport und Asthma schließen
sich nicht aus. Viele Klasse-Athleten leiden
unter der anfallsartigen Atemnot, brauchen
regelmäßig Medikamente und sind
dennoch, trotz ihrer Behinderung, im Wettkampf
gegen Nicht-Asthmatiker erfolgreich. Heute
weiß man, dass ihnen der Sport letztlich
sogar hilft, die Krankheit in den Griff
zu bekommen.
Das
klingt, als wolle man den Teufel mit dem
Beelzebub austreiben. Immerhin sind Sport
und körperliche Belastung für
Asthmatiker mit Risiken verbunden. Bei vielen
kommt es innerhalb der ersten 15 Minuten
nach Beginn der Anstrengung zu Atembeschwerden
durch die Bronchialobstruktion. Bei asthmakranken
Kindern ist dieses so genannte Anstrengungsasthma
oder EIA (exercise induced asthma) fast
die Regel. Sie toben und laufen ständig.
Wie viele Menschen letztlich genau unter
Anstrengungsasthma leiden, lässt sich
nicht genau sagen. Die Angaben variieren
abhängig von der Testmethode. Durch
mindestens achtminütiges Laufen auf
einem Laufbandergometer mit konstanter Geschwindigkeit,
bei normaler Raumtemperatur und mindestens
70 Prozent des maximalen Pulses ohne Stufenanpassung,
lässt es sich aber bei fast allen Asthmatikern
auslösen. Anstrengungsasthma ist somit
pathognomisch für die Krankheit Asthma.
Dennoch
wirkt sich ein guter Trainingszustand auch
günstig auf Anstrengungsasthma aus.
Zwar wird die Hyperreaktivität des
Atemwegssystems unter regelmäßigem
Training nicht besser, aber sie wird
sofern die notwendigen Rahmenbedingungen
eingehalten werden auch nicht schlechter.
Vor allem nimmt der Auslöser Anstrengung
an Gewicht ab. Trainierte Personen absolvieren
mehr körperliche Leistung mit geringerem
Aufwand an Ventilation, an Atemarbeit. Dadurch
steigt die Schwelle, bei der Anstrengungsasthma
ausgelöst wird. Der Aktionsradius der
Betroffenen vergrößert sich erheblich,
sie gewinnen an Lebensfreude und Selbstvertrauen.
Sport- und Trainingstherapie gehören
heute neben der medikamentösen Therapie
unverzichtbar zu einem umfassenden Behandlungsansatz
bei asthmakranken Patienten jeden Alters.
Kinder
und Jugendliche eine spezielle Problematik
Kinder wollen sich bewegen. Damit ist jedes
asthmakranke Kind auch von Anstrengungsasthma
betroffen. In Deutschland sind das heute
zwischen 1,2 und 1,8 Millionen Kinder und
Jugendliche, zehnmal mehr als noch vor 20
Jahren. Die Folge sind breite Schonempfehlungen
und Ausgrenzungen von altersadäquater
Belastung. Zirka 30 Prozent der chronisch
asthmakranken Kinder sind dauerhaft vom
Schulsport befreit. Eine ähnlich große
Gruppe nimmt an keinerlei sportlicher Aktivität
außerhalb der Schule teil.
Sport
und vor allem Gemeinschaftssport aber sind
zentrale Erlebnisbereiche von Kindern und
Jugendlichen. Hier erfahren sie ihre Umwelt,
erhalten Entwicklungsimpulse, zum Beispiel
für die gesunde Entwicklung von Gehirn
und Bewegungsapparat, hier wird die motorische
Geschicklichkeit, das Herz-Kreislauf-System
und nicht zuletzt das Sozialverhalten trainiert.
Die körperliche Leistung und das Zusammenspiel
sind wichtig für eine normale körperliche
und psychische Entwicklung.
Zudem
ist sportliche Betätigung bei asthmakranken
Kindern weniger ein Risiko, als vielmehr
eine Chance mit der Erkrankung fertig zu
werden. Anstrengungsasthma verschlimmert
sich unter der Vermeidung von Bewegung.
Gezieltes körperliches Training ist
zum Abbau von Anstrengungsasthma ebenso
wichtig, wie die regelmäßige
Einnahme von Asthmamedikamenten. Ein Kind,
das keinen Sport treiben darf, entwickelt
sich nicht altersgemäß, ist untrainiert
und insgesamt weniger belastbar. Und es
erlebt eine soziale Isolation, die es wesentlich
schlimmer empfindet als die Krankheit selbst.
Eine Befreiung vom Schulsport sollte daher
nur in absolut unumgänglichen Fällen
erfolgen. Ratgeber nicht nur für
LehrerWelche Probleme Asthma im Schulalter
mit sich bringt, erläutert das Handbuch
Asthma und Schule ein Handbuch
zum Umgang mit asthmakranken Kindern im
Unterricht. Das Ringbuch beinhaltet
Basiswissen zum Asthma, praktische Anleitungen
mit Folien sowie Literaturverzeichnisse
und Kontaktadressen. Die psychosoziale Situation
der asthmakranken Kinder und Jugendlichen
wird darin ebenso erläutert, wie die
Behandlung von Asthma, das Asthma-Verhaltenstraining,
schulische Fördermöglichkeiten
und Ausblicke auf das Berufsleben. Es kann
über das CJD Asthmazentrum in Berchtesgaden
bezogen werden.
Asthmaschulungen
werden bereits mehrfach in Deutschland von
Ärzten für Lehrer und Erzieher
angeboten. Die Nachfrage ist groß.
So sollte das Thema Asthma auch an schulischen
Projekttagen stärker angesprochen werden.
Hier bietet sich Ärzten ein interessantes
Wirkungsfeld neben dem Praxisalltag.
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